Weihnachtsgedicht

Alle Jahre wieder zu der heiligen Weihnachtszeit,
wenn die Welt erstrahlt in winterlicher Festlichkeit.
Gibt es einen angegrauten Geschäftsmann, der wie es scheint,
nur wenig Besinnliches in sich vereint.

Doch die harte Schale, wie sollte es auch anders sein,
umgibt ein weiches Herz - nicht gerade aus Watte, aber eben auch nicht aus Stein.
Denn Jürgen, so wie man den tüchtigen Mann mit Namen kennt,
hat viel erlebt und weiß deshalb um die wertvolle Zeit im Advent:

An Weihnachten sollte man sich auf das Wichtigste besinnen,
lieber geben, als nehmen und mit den Liebsten gemeinsam unter dem Baum singen.
In dieser Zeit müssen wir nicht mit etlichen Präsenten glänzen,
viel wertvoller ist es, der Welt wieder ein offenes Ohr zu schenken.

Voller Tatendrang und nur dem besten im Sinn,
ging er am Weihnachtsmorgen in den Wald, denn dort wollte er schon lange wieder hin.
Mit seinem Koffer in der Hand suchte er sich die schönste Stelle aus
und legte ein paar Eicheln für seine tierischen Freunde heraus.

Er musste nicht warten, denn er wusste genau,
die Eichhörnchen würden sich freuen, auch ganz ohne große Schau.
D‘rum zog er sich mit einem Lächeln zurück
und begab sich weiter auf seine kleine Reise, mit vielen Nettigkeiten im Gepäck

Im winterlichen Treiben fand er dann auch schon geschwind,
eine ältere Frau, ein wenig grantig, wie die Augsburger von Natur aus nun mal so sind.
Er schenkte ihr ein Lächeln und wünschte ihr eine gute Zeit,
ein Gegengruß kam nicht, doch Jürgen spürte, die Frau hatte sich innerlich gefreut.

Einen weiteren Weg wollte er noch gehen,
denn schon sein Vater gab ihm in seiner Kindheit zu verstehen:
Arm sind nur die, die das Teilen nicht können,
schlecht sind nur die, die anderen nichts gönnen.

Deshalb ging er zu denen, die Weihnachten noch am besten verstehen,
die die Magie und den Glanz, hinter dem ganzen verrückten Spektakel noch sehen.
Kinder, die es bisher im Leben nicht so einfach hatten,
Kinder ohne Eltern, denn die werfen nur ihren eigenen Schatten.

Die können nur vom Leben und von niemandem sonst etwas lernen
und gerade diese Kinder, sind die die am wenigsten begehren:
Eine Weihnachtsgeschichte, ein kleines Präsent,
ein offenes Ohr und ein herzliches Lachen - das ist für sie das größte Geschenk.

Er nahm sich die Zeit und lauschte ihren Geschichten,
vom Weihnachtsmann, von Rentieren und ganz wichtig, von den fröhlichen Wichteln.
Am Ende des Tages, mit dem Blick auf das Erlebte zurück,
wusste Jürgen – seine Nettigkeiten hatte er eingetauscht, gegen das ganz große Glück.

D‘rum lasst uns doch wieder mehr kleine Gesten mit unseren Mitmenschen teilen,
denn so können wir gemeinsam die Wunden der Welt vielleicht allmählich heilen.

 

→ Das Bild zur Geschichte als Ausmalbild finden Sie hier ←

 

 

KK_Weihnachtsgedicht-Grussohne

 

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.